Aktuell
Chris Kunath und Maria Konrad top

Die Schwimmkarawane machte an letzten Wochenende im Marburger Aquamar halt. Mit 954 Einzel-Meldungen stand die 32. Auflage des Otto-Springer-Schwimmfestes an.  Die 30 Teilnehmer  des VfL 1860 Marburg lieferte reihenweise Topergebnisse ab, was mit 88 Bestzeiten und insgesamt 107 Medaillen eindrucksvoll unterstrichen wird. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Maria Konrad (Jg. 2005) und Christopher Kunath (Jg. 2006). Die beiden VfL-Youngsters katapultierten sich mit überragenden Zeiten unter die TopTen der bundesdeutschen Rangliste. Wird Maria Konrad über 50m Brust mit 0:40,53 Min. auf Rang 6 geführt, so ist Christopher Kunath über 100m Freistil mit 1:14,49 Min. auf Rang 7 zu finden.

Gleich zu Wettkampfbeginn gab es mit der offenen Freistilstaffel ein Highlight. Von Beginn an setzten sich die Mannschaften des Gastgebers und des VfL 1860 Marburg vom Feld ab. Immer wieder kam es zu Führungswechsel und am Ende hatte das VfL-Quartett (Alexander Kunath, Hanna Benenson, Lukas Plamper und Diana Padva) mit der Winzigkeit von 6/100 die Nase vorne. Eine klare Entscheidung hingegen gab es dann bei der Freistilstaffel Jg. 2001 und jünger. Hier war das VfL-Quartett (Jakob Schul, Maria Konrad, Nils Koch und Alisa Padva) mit 2:07,83 Min. nicht zu schlagen.

Mit insgesamt vier neuen persönlichen Rekorden und fünfmal Gold überzeugen konnte Hanna Benenson (1999), die über 200m Freistil (2:19,45) mit 558 Pkt. das punktbeste VfL-Ergebnis erzielen konnte. Über 400m Freistil überraschte sie sich und Trainer Peter Klotz mit einem famosen Rennen. Im Ziel lag sie mit 4:57,06 Min. statte 2,52 Sekunden unter ihrer alten Marke. Fünfmal an die Spitze schwimmen konnte auch Diana Padva (2000). Lief es über 100 und 200m Freistil von den Zeiten her gesehen nicht ganz rund, so konnte sie  bei den Siegen über 50 und 100m Schmetterling (0:33,51/1:13,28) und 100m Lagen (1:16,01) überzeugen. In der gleichen Jahrgangswertung sorgten Sophie Kunath und Alisia Ludwig für weitere Medaillen. Schwamm Sophie Kunath über 100m Freistil in 1:05,16 Min. zu Gold, so gelang Alisia Ludwig über 50m Freistil, 50m Brust und 50m Rücken gar ein Hattrick.

Drei Sieg auch für Matthias Jost (Jg. 98), der insbesondere in den Sprintrennen über 50m Brust (0:34,25) und 50m Schmetterling (0:29,94) überzeugen konnte.

Eine ausgezeichnete Bilanz legte Lukas Plamper (2000) mit sieben Goldmedaillen und fünf neuen Rekorden hin. Über 50m Rücken und 50m Freistil spielte er voll seine Sprintfähigkeit aus und erreichte mit 0:30,21 (531 Pkt.) bzw. 0:26,31 (529 Pkt.) seine besten Ergebnisse. Seinen leistungsmäßig größten Sprung legte er über 400m Freistil hin. Mit 4:51,07 Min. blieb er nicht nur deutlich unter der 5:00 Minutenmarke sondern auch satte 12 Sekunden unter der alten Bestmarke.

Mit einmal Gold und zweimal Silber schloss Isabel Sonthoff den Wettkampf ab. In neuer Rekordzeit von 1:30,24 Min. war sie im 100m Brustschwimmen nicht zu schlagen. Über 100m Schmetterling ging es in 1:19,05 Min. ebenso zu Silber wie über 100m Lagen mit der Endzeit von 1:20,55 Min.

Richtig rund läuft es weiterhin bei Alexander Kunath (2001), der sechsmal Gold abräumen konnte. Über 100m Freistil setzte er mit 0:57,95 Min. eine neue Bestmarke und erzielte mit 535 Punkten sein bestes Ergebnis. Seine persönlichen Rekorde steigern konnte er auch über 50m Freistil (0:26,96), 100m Schmetterling (1:08,37) und 100m Lagen (1:10,00).  Mit viermal Gold im Gepäck die Heimreise antreten konnte Jaqueline Hermann (2001). Verpasste sie bei den Siegen im Sprint über 50m Freistil und 50m Rücken mit 0:30,43 bzw. 0:34,85 Min. ihre Bestmarken noch knapp, so lief es über 100m Brust mit 1:23,23 bzw. 100m Lagen (1;14,97) deutlich besser.

Hannah Klein (Jg. 2002) konnte am Ende dreimal Silber und eine Bestzeit  über 100m Lagen für sich verbuchen. Bei den Jungen gelangen in dieser Jahrgangswertung Vincent Neeb und Jannis Sonthoff die einzigen Siege. War Vincent über 200m Freistil nicht zu schlagen so schlug Jannis über 50m Freistil in neuer persönlicher Rekordzeit von 0:31,30 Min. als Erster an. Über 50m Rücken in die Medaillenränge vorschwimmen konnte auch David Lüdecke.

Mit 6x Gold und 4 persönlichen Rekorden top unterwegs war auch Jakob Schul (2003). Gleich im ersten Rennen setzte er im 100m Brustschwimmen mit 1:23,22 Min. ein Ausrufezeichen. Pulverisierte er hier seine alte Bestmarke um satte 4 Sekunden, so waren es über 100m Schmetterling mit 1:16,84 Min. gleich runde 7,23 Sekunden. Weitere Rekorde erreichte er über 100m Lagen (1:15,35) bzw. 50m Brust (0:39,70). Im gleichen Jahrgang für den VfL am Start auch Nils Koch. Als Zweiter über 100m Brust blieb er mit 1:29,15 Min. erstmals unter 1:30 Minuten. Beim Sieg über 200m setzte mit 3:13,54 Min. eine weitere Bestmarke. Obwohl zwischenzeitlich über 400m Freistil mit 5:17,36 Min. etwas die Luft raus war ging es dann über 100m Rücken in neuer Bestmarke von 1.25,14 Min. zu Silber.

Mit 6 neuen persönlichen Rekorden einen überzeugenden Auftritt hinlegen konnte Alisa Padva in der Jahrgangswertung 2004. Gleich beim ersten Start über 50m Rücken zeigte sie Biss und war mit der sehr guten Endzeit von 0:35,76 Min. nicht zu schlagen. Über 100m Freistil (1:12,45) und 100m Rücken (1:17,92) ließ sie der Konkurrenz ebenso wenig eine Chance wie über 200m Freistil und 100m Lagen mit den  Endzeiten von 2:43,16 bzw. 1:24,01 Min. Als Zweite über 100m Schmetterling platzte mit 1:30,48 Min. ebenfalls der Knoten. Eine Silbermedaille fischte Adama Sow über 50m Brust ab.

Starke Auftritte zeigten die von Volker Sonthoff betreuten Maria Konrad und Felix Mankel im Jahrgang 2005. Ein dickes Ausrufezeichen setzen konnte Maria insbesondere über die 50 und 100m Brust. Über 50m schlug sie in ausgezeichneten 0:40,53 Min. als Erste an und katapultierte sich in der bundesdeutschen Rangliste auf Rang sechs. Auch eine Top Zeit brachten die 100m, hier standen am Ende Gold in ebenfalls sehr guten 1:33,88 Min. Eine weitere Goldmedaille holte sich Maria über 50m Rücken in 0:40,43 Min. Mit schwächeren Zeiten über 200m Freistil und 100m Brust stieg Felix Mankel in den Wettkampf ein. Nichtdestotrotz reichten im Brustrennen 1:44,44 Min. zum Sieg. Einen weiteren Sieg brachte er im Freistilsprint mit 0:34,63 Min. unter Dach und Fach. Mit Bestzeiten über 50 und 200m Brust sowie 50m Schmetterling beendete er den Wettkampf. Bronze für das VfL-Team konnte Sophie Wagner, als Dritte über 200m Brust in Empfang nehmen.

Fünf Starts, fünf Siege die Ausbeute bei Christopher Kunath im Jahrgang 2006.  besondere Erwähnung verdienen die 50 und 100m Freistil in 0: 33,15 bzw. 1:14,149 Min. und Top-Platzierungen in der deutschen Rangliste. Stark verbessert zeigte sich Chrissi über 100m Lagen (1:32,84) und 50m Schmetterling (0:41,18). Richtig gut verbessert zeigte sich auch Lennardt Langenbach, der im Sog seines Vereinskameraden vier neue klare Bestzeiten unter Dach und Fach bringen konnte und mit dreimal Silber über 50m Freistil, 50 und 100m Rücken die Medaillenbilanz aufpolieren konnte. Langsam aber sich nach vorne schwimmen kann sich Mattis Kalmus, der über 25 und 50m Brust Silber und 25m Rücken Bronze in Empfang nehmen konnte. Bei den Mädchen ging es für Nele Welk über 50 und 100m Brust in 0:51,69 bzw. 1:47,82 Min. ganz nach vorne. Über 50m Rücken und 50m Freistil sicherte sie sich jeweils Bronze. Einen sehr guten Eindruck hinterlassen konnte Hanna Schmidt-Dege mit vier neuen Bestzeiten. Reichte es über 50 und 100m Brust zunächst nur zu Silber, so haute sie dann als Siegerin im 25m Freistilsprint mit 0:17,90 Min. richtig einen raus. Einen Sieg holte sich auch Anne Koch als Siegerin über 25m Rücken. Ohne Medaille die Heimreise antreten musste Anastasia Haab.

Jeweils zweimal Silber und Bronze die Ausbeute bei Elias Hanstein im Jahrgang 2007. Sieg und Gold in dieser Wertung sicherte sich Arik Wilka über 25m Schmetterling.