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DMS: VfL-Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei

Der Deutsche Mannschaftswettbewerb (DMS) ist die Kult-Meisterschaft der deutschen Vereinsteams. Spitzenathleten starten gemeinsam mit ihren jüngeren Vereinskollegen und treten über ungewohnte Strecken an. Freiwasserspezialisten springen für ihr Team ins Becken. Frühere Topathleten, die ihre Laufbahn beendet haben, gehen zum Wohle der Mannschaft nochmal an den Start. Stimmung und Atmosphäre sind superlaut und phänomenal, einfach ganz anders als bei den normalen Wettkämpfen.

52 Wettkämpfe werden ausgetragen, das komplette olympische Programm wird absolviert. Jeder Schwimmer darf maximal viermal an den Start gehen. Wer disqualifiziert wird, darf nachschwimmen, was der Anzahl seiner Starts angerechnet wird. Obwohl die DMS in der Jahresplanung eine eher untergeordnete Rolle spielt, starten bei der DMS junge Athleten gemeinsam mit den Top-Leuten, denn das Teamgefühl spielt eine wichtige Rolle für die Motivation – für alle. Die Mannschaft ist in der Individualsportart Schwimmen ein Faktor, der einmal im Jahr mit großem Ritual zelebriert wird. Die DMS ist nicht nur Kult, nein auch eine Institution, die die Sportler anspricht.

Beim Schlachtruf patzte der Chef…

So auch in diesem Jahr bei der Bezirksentscheidung im Stadtallendorfer Aldomare Schwimmbad. Hier fanden die Aktiven richtig gute Bedingungen vor, was sicherlich Grund für die vielen Bestzeiten gewesen sein dürfte. Gleich von Beginn an entwickelte sich der Wettkampf in eine Zweiklassengesellschaft. Machten bei den Damen der TV Wetzlar II, der VfL 1860 Marburg und der Marburger SV den Titel unter sich aus, so waren es bei den Herren die heimischen Team aus Kirchhain und Marburg. Bei den Damen rückte der Marburger SV dem Wetzlarer Team noch richtig auf die Pelle, musste allerdings am Ende knapp geschlagen Wetzlar den Vortritt lassen. Der VfL Marburg erreichte als Dritter 9.066 Punkte und lag damit rund 500 Punkte über der angepeilten Vorgabe.

Bei Herren zog der TSV Kirchhain an der Spitze einsam seine Kreise. Bei Wettkampf 40 (50m Freistil) witterte das VfL-Team kurzfristig Morgenluft, konnte man doch bis auf 23 Punkte an das führende Team herankommen. Aber es blieb eine Momentaufnahme, die Kirchhainer konterten und stellen schnell den alten Abstand wieder her. Mit 9340 Punkten lagen die VfL-Herren ebenfalls deutlich über der kalkulierten Planung.

Obwohl es nicht für ganz nach vorne gereicht hat, sah das Trainerteam Peter Klotz und Manfred Hellmann viele positive Ansätze und Resultate. Hanna Klein, Hanna Schmidt-Dege, Sophie Wagner, und Alina Welk, die Youngster in der Damenmannschaft, übertrafen die Erwartungen von Beginn an und zeigten, dass in der Zukunft mit ihnen zu rechnen ist. Emma Fischer Die „Masters“ Katharina Holzapfel, Ilka Herbener und Claudia Kuptz standen dem Jungvolk in nichts nach und sorgten für viele Punkte. Für einen Knaller sorgte Ilka Herbener über 200m Schmetterling. Mit 3:02,00 Min. unterbot sie ihre Jahre alte Bestzeit um satte 18 Sekunden. Einen geschenkten Tag erlebte Maria Konrad. Die Disqualifikation wegen Frühstart konnte sie beim Nachschwimmen noch ausbügeln. Aber nach einem Sturz auf das Knie ging nichts mehr und sie musste die Segel streichen. Hanna Benenson, sie erreichte ihr punktbestes Ergebnis über 400m Lagen mit 425 Punkten, Sophie Kunath, die mit 511 Punkten über 100 m Freistil das beste Mannschaftsergebnis erzielte, sowie Emma Fischer mit Bestzeiten über die 100 und 200m Rücken(1:12,16/2:42,18 komplettierten das VfL-Damen Team.

Viel vorgenommen hatten sich die VfL Herren, die somit hochmotiviert an den Start gingen. Alexander Kunath setzte gleich zu Beginn mit einem Klasserennen über 200m Freistil (2:01,22 / 612 Pkt.) wo es hingehen kann. Auch seine weiteren Auftritte 100m Freistil (0:55,37), 200 und 400m Lagen (2:21,03/5:01,30) exzellent. Mit Riesenschritten voran ging es auch für Jakob Schul, der sich insbesondere über 400m Freistil (4:36,21) und 400m Lagen (5:14,14) um 13 bzw. 15 Sekunden steigern konnte. Richtig einen heraushauen konnte Lukas Plamper mit Bestzeiten bei seinen Starts über 50m Freistil und 100m Schmetterling. Mit zwei Bestzeitenüber 200m Lagen und 100m Rücken hervorragend in das Team einpassen konnte sich Christopher Kunath. Als absoluter Teamplayer erwies sich Nils Koch, der die ungeliebten Strecken über 200m Schmetterling bzw. 1500m Freistil. Das es über Schmetterling gut laufen wird zeigte sich bereits mit der Bestzeit über die 1oom Strecke. Über die doppelt solange Distanz übertraf er sich mit der Endzeit von 2:49,03 Min. selbst. Doch nicht genug, über 1500m Freistil lief es mit der Endzeit von 19:36,94 Min. ebenfalls rund. Volker Sonthoff, der Senior im VfL Team trug mit persönlichen Rekorden über 200m Brust (3:02,34) bzw. 1500m Freistil (20:39,04) wichtige Punkte zum Gesamtergebnis bei. Das gute Mannschaftsergebnis komplettierte Martin Witt, der kurzfristig ins Team gerutscht war. Teamgeist zeigte die VfL Mannschaft bei der Siegerehrung, als sie dem nicht zum Einsatz gekommenen Nikolay Shchedrivyy dem Pokal überließen.

 

Endergebnis Damen

  1. TV Wetzlar II   9624 Pkt.
  2. Marburger SV  9545 Pkt.
  3. VfL Marburg    9066 Pkt.
  4. Gießener SV    7553 Pkt.
  5. TV Wetzlar III   6594 Pkt.
  6. Frankenberger SV 5431 Pkt.

 

Endergebnis Herren

  1. TSV Kirchhain   9634 Pkt.
  2. VfL Marburg   9340 Pkt.
  3. Marburger SV   9189 Pkt.
  4. TV Watzenborn-Steinberg   7547 Pkt.
  5. Gießener SV    7233 Pkt.
  6. Frankenberger SV   4743 Pkt.
  7. TV Wetzlar IV   3038 Pkt.