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Drei Vereinsrekorde in Battenberg

Das 23. Mountbatten Swim Meeting hatte in diesem Jahr einen besonderen Stellenwert. Direkt nach den Ferien, vielen Trainingseinheiten und Kilometern stand eine erste Leistungsstandüberprüfung an. Und die fiel für die Schwimmer des VfL 1860 Marburg mehr als positiv aus. „Ein toller Wettkampf!“ so das kurze Statement von Peter Klotz, Trainer der Leistungsgruppe. Auch die von Sophie Kunath und Manfred Hellmann trainierten Aktiven der Wettkampfgruppen wussten zu überzeugen.  Drei Vereinsrekorde, 9 Finalteilnahmen und insgesamt 80 neue Bestzeiten unterstreichen diese Einschätzung eindrucksvoll.

Die Finals und die Staffeln waren auch in diesem Jahr wieder die absoluten Höhepunkte. In der offenen Wertung über 4x50m Freistil gemischt (Jakob Schul, Sophie Kunath, Maria Konrad, Alexander Kunath) gab es ein Finale furioso. Das Team aus Stadtallendorf wechselte mit deutlichem Vorsprung und sah schon wie der sichere Sieger aus. Alexander Kunath halbierte bereits auf der ersten Bahn den Rückstand und zog wenige Meter vor dem Ziel unter frenetischen Anfeuerungsrufen sogar noch an den Stadtallendorfern vorbei und erreichte mit 1:49,04 Min. eine Top Zeit.  Auch bei den Jüngsten ließen die VfLer nichts anbrennen, hier schwammen Christopher Kunath, Tobias Horn, Nikolay Shchedrivyy und Hanna Schmidt-Dege in 2:16,28 Min. zum Sieg. Die beiden Lagenstaffel konnten die VfLer ebenfalls für sich entscheiden, hier blieb aber das große Spektakel aus.

Anhand der 50m Entscheidungen (Addition der 3  besten Ergebnisse der anhand der LEN-Punktetabelle)  kamen es dann am Beginn des zweiten Veranstaltungsteils zu den Finals über 100m Lagen.  Hanna Schmidt-Dege (Jg. 2006) und Anna Sophia Jennemann (Jg. 2009) schafften den Einzug in das Finale Jahrgang 2006 und jünger. Mit den Plätzen zwei und Drei überzeugten im Mädchen Finale  mit Bestzeiten (1:30,92 / 1:36,61 ). Bei den Jungen qualifizierten sich Christopher Kunath und Tobias Horn (beide Jg. 2006). Vom Start weg setzten sie sich an die Spitze und ließen mit 1:10,99 bzw. 1:20,52 Min. der Konkurrenz keine Chance.

In den beiden „großen“ Finals waren bei den Herren Alexander Kunath und Jakob Schul sowie bei den Damen Sophie Kunath, Hanna Benenson und Maria Konrad vertreten.

Bei den Herren ging es bis zum Anschlag hin und her, die Führung wechselte mit der Schwimmlage. Auf der letzten Teilstrecke setzte sich Alexander Kunath mit einem starken Schlussspurt ab und sicherte sich in 1:02,78 Min. die Goldmedaille vor dem Gießener Daniel Fodor (1:03,05) und Maximilian Wolf (Dillenburg 01:03,47). Eine klare Entscheidung hingegen gab es bei den Frauen. Hier setzte sich Sophie Kunath von Beginn an die Spitze und ließ mit 1:11,67 Min. der Konkurrenz keine Chance. Hanna Benenson kam mit 01:14,28 Min. als Dritte ins Ziel, Maria Konrad blieb unter ihren Möglichkeiten und belegte Rang 5.

Alexander Kunath merkte man richtig die Freude am Schwimmen an. Bei jeden Start hellwach legte er eine Bestzeit nach der anderen hin. Über 200m Rücken und 100m Lagen knackte er mit 2:15,95 bzw. 1:02,78 Min. gleich zwei uralte Vereinsrekorde. Seine punktbesten Ergebnisse erzielte er über 50, 100 und 200m Freistil und avancierte mit 4160 LEN-Punkten zum besten männlichen Teilnehmer. Haderte sein Bruder Christopher, im Jahrgang 2006 am Start, nach den ersten Starts noch mit den Zeiten, so besserte sich das nach den 50m Schmetterling (0:32,38), 100 und 200m Freistil (1:02,61 / 2:16,40). Mit der 200m Kraulzeit belegt er Rang 10 in der bundesdeutschen Rangliste. Viel aus dem Trainingslager umsetzen konnte auch Tobias Horn (2006) mit 5 neuen persönlichen Rekorden. Richtig flott unterwegs waren auch Nils Koch und Jakob Schul (beide Jg. 2003). Über 400m Freistil haute Nils mit 4:46,76 Min. richtig einen raus und blieb über 10 Sekunden unter seiner alten Bestmarke. Mit der Bestzeit von 0:27,13 Min. im 50m Freistilsprint zeigte Jakob, dass da noch mehr drinnen ist. Das bestätigte sich dann eindrucksvoll im 50m Brustrennen, hier blieb er mit 0:33,30 Min. fast eine Sekunde unter seiner alten Marke. Überzeugend der Auftritt von Maria Konrad (2005) im 50m Freistilrennen. Mit 0:28,67 Min. setzte sie eine neue Rekordmarke. Sophie Kunath (Jg. 1999) hatte sich insbesondere über 200m Freistil viel vorgenommen, hatte sie beim letzten Rennen doch die Quali-Norm für die Landesmeisterschaften um wenige Zehntel verpasst. Mit der Endzeit von 2:15,47 Min. konnte sie das Vorgaben sehr gut umsetzen und das Hessenticket buchen. Gleich viermal unter der Hessennorm blieb Hanna Benenson (1999), die über 50m Freistil mit 0:29,26 Min. ihr punktbestes Ergebnis zu vermelden hatte. Mit Siegen über 50 und 100m Rücken (0:35,83 / 1:16,72) meldete sich Alisa Padva (2004) auf der Wettkampfbühne zurück.

Jahrgang 2009: Mit 5 Siegen, vier Bestzeiten und dem Vereinsrekord über 25m Freistil (0:16,63) war Anna Sophia Jennemann  eine sichere Bank. Einmal Silber und zweimal Bronze die Ausbeute für Nora Wagner.

Jahrgang 2008: Hier sammelte Mia Heusterberg über 50m Brust und 50m Rücken zwei Bronzemedaillen für den VfL 1860 Marburg.

Jahrgang 2007: In dieser Wertungsklasse waren Arik Wilka, Elias Hanstein und Vera Berberich für die Schimmelreiter am Start. War Arik über 50 und 100m Schmetterling sowie 100m Lagen siegreich, so ging es Elias über 50 und 100m Brust ganz nach vorne. Beste Platzierung war für Vera hingegen Rang 2 im 50m Rückenschwimmen.

Jahrgang 2006: Mit Christopher Kunath, Tobias Horn, Oliver Mania, Nikolay Shchedrivyy, Mattis Kalmus, Hanna Schmidt-Dege und Julia Ermakova war der VfL in dieser Jahrgangswertung stark vertreten. Bei der Vergabe der Spitzenplätze waren Christopher Kunath und Tobias Horn voll mit dabei. Über 400m Freistil konnte sich Oliver in die Siegerliste eintragen. Stark verbessert bei allen Starts zeigte sich Mattis, der über 200m Brust seine Leistung mit einer Silbermedaille krönen konnte. Nach zwei Bestzeiten über 50m Freistil und 50m Brust ging bei Nikolay nicht mehr viel zusammen. Zweimal Silber und dreimal die Ausbeute von Hanna, die insbesondere über die Sprintstrecken überzeugen konnte. Obwohl sie mit vier Bestzeiten die Heimreise antreten konnte blieb Julia ohne Medaille.

Jahrgang 2005: Neben Maria Konrad war Sophie Wagner in dieser Altersklasse mit einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze eifrigste Medaillensammlerin. Zweimal mit dem undankbaren vierten Rang vorlieb nehmen musste Merle Weide, die sich mit 5 neuen Bestmarken deutlich verbessert zeigte. Richtig viel Schwung aus dem Schüleraustausch in Frankreich mitgebracht hat Hannah Lambrecht. Mit Bronze über 50m Schmetterling stieg sie in den Wettkampf ein. Über 100m Lagen und 100m Schmetterling lief es dann Silber sogar noch besser.