Wettkampf Essen: Vereinsrekorde durch Alexander Kunath

Die Reise nach Essen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Viele neue Bestzeiten, teilweise Sprünge um mehrere Sekunden schlugen zu Buch. Vielleicht lag es an der Riesenpizza. Nicht nur riesengroße sondern auch geschmacklich top. Die lange Wartezeit hatte sich letztlich gelohnt.

Beim 44. Int. Schwimmfest der SG Essen war der VfL 1860 Marburg mit 11 Teilnehmern am Start. Das Thurmberg-Bad als Wettkampfstätte ließ die Augen der Marburger leuchten. Mit 8 Bahnen und eine Tribüne zeigen, dass hier eine sportliche Nutzung im Vordergrund steht.

Vielleicht waren es gerade diese Eindrücke, die die VfLer zu Höchstleistungen beflügelte. „Das Wasser fühlt sich richtig gut an, hier geht heute was!“ stellte Alexander Kunath bereits nach dem Einschwimmen fest. Die insgesamt 48 Bestzeiten sollten ihm recht geben.

Alexander Kunath und Matthias Jost mischten die Wertung 2001 und älter mit insgesamt 11 Siegen kräftig auf. Höhepunkt waren die Vereinsrekorde durch Alexander Kunath über 100 und 200m Freistil. Mit 0:54,13 über 100m bzw. 1:58,67 Min. gelang ihm in Hinblick auf die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin ein Riesenschritt nach vorne. Richtig gut lief es für Matthias Jost auf den Brustdistanzen. Reichten die Bestzeiten von 0:32,38 bzw. 1:12,54 über 50 und 100m jeweils zu Silber, so ging über 200m in 2:48,94 Min. ganz nach vorne.

Mit 9 Goldmedaillen zeigte sich Anna Sophia Jennemann, die in der Wertung 2009 für den VfL am Start war, als richtiger Goldfisch. Mit der neuen deutlichen Bestzeit von 0:44,44 Min. über 50m Brust gelang ein goldener Einstieg in den Wettkampf. Über die doppelt so lange Distanz lief es ebenfalls top, mit 1:35,77 Min. ging es in der bundesdeutschen Jahrgangsbestenliste auf Rang 5. Beim Sieg im 200m Freistilrennen mit 2:50,08 Min. pulverisierte sie die alte Rekordmarke um satte 13 Sekunden.  Im gleichen Jahrgang mischte Nora Wagner mit. Mit der Goldmedaille im 100m Schmetterling und 6 weiteren persönlichen Rekorden lieferte sie einen gelungenen Wettkampf ab.

In der Jahrgangswertung 2008 starteten Mia Heusterberg und Annabelle Römer. Beide waren von der Atmosphäre sichtlich beeindruckt, konnten das aber dann im Rennen bestens in Leistung umsetzen. Jeder Start eine Bestzeit und dann gab es auch noch Medaillen. Holte sich Annabelle Silber über 200m Brust und jeweils Bronze über 50m Brust und 50m Freistil ab, so ging es für Mia über 50m Rücken als Dritte zu Edelmetall.

Oliver Mania und Nikolay Shchedrivyy (beide Jg. 2006) trieben sich gegenseitig zu neuen Bestzeiten. Zeigte sich Nikolay insbesondere auf den Freistilstrecken deutlich verbessert, so lief es bei Oliver über die Rückenstrecken top. Mit jeweils 2 Siegen und insgesamt 10 weiteren Medaillen im Gepäck ging es Richtung Heimat.

Nach krankheitsbedingter Trainingspause erstmals wieder im Wettkampf war Sophie Wagner (2005). Eigentlich auf den Bruststrecken unterwegs überzeugte sie in Essen besonders im Rückenschwimmen. Am Ende standen 6x Bronze und die Erkenntnis, dass es wieder aufwärts geht.

Mächtig aufgeregt waren natürlich auch die Youngster Lisbeth Biber (Jg. 2010) und Jonas Burkard (Jg. 2011). Fischte Lisbeth über 50 und 100m Brust Bronze ab, so konnte Jonas trotz Bestzeit mit den Plätzen 5 und 7 nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen.