Aktuell
Frühjahrsmeeting wurde zum Marathon

Das Frühjahrsmeeting des Gießener Schwimmvereins im Hallenbad Pohlheim wird bei allen Beteiligten sicher noch lange  in Erinnerung bleiben. Mit  2380 Einzelmeldungen wurde die Grenze des Machbaren eindeutig überschritten. Eine Wettkampfdauer von 11 Stunden am ersten Wettkampftag ist eine Tortur für alle Beteiligten und macht wenig Sinn. Als um 20:00 Uhr dann der letzte Lauf über 400m Freistil ins Wasser ging, dürften nicht nur die Kampfrichter aufgeatmet haben.

Umso erstaunlicher für die kleine Mannschaft des VfL 1860 Marburg, dass noch 24 neue persönliche Bestzeiten zu Buche geschlagen sind. Eine herausragende Leistung lieferte Christopher Kunath (Jg. 2006) ab. Obwohl er die 200m Freistil mit Rang 5 in der Endzeit von 2:34,96 Min. ebenso herschenkte wie im letzten Jahr. Es war wohl der Weckruf, wollte er doch das Finale am Sonntag erreichen. Über 100m Rücken ging es in Bestzeit von 1:16,61 Min. auf Rang zwei. Im 50m Freistilsprint knackte er erstmals mit 0:29,84 Min. die 30 Sekunden-Barriere. Mit sehr guten 0:35,59 Min. ging es über 50m Rücken zu Gold und der Einzug ins Finale war gebucht. Im 50m Freistil Finale Jahrgang 2005 und jünger konnte er seine Bestzeit vom Vortag auf 0:29,61 Min, steigern, es reichte allerdings nur zu Bronze. In der gleichen Jahrgangswertung richtig flott unterwegs auch Tobias Horn. Mit Bestzeit über 200m Freistil (2:43,69) stieg er in den Wettkampf ein. Im Sprint über 50m Schmetterling schlug er wiederum in Bestzeit, die 0:42,75 Min. reichten allerdings nur zum undankbaren 4. Rang. Auch über 200m Lagen und 100m Brust standen mit 3:11,72 bzw. 1:45,37 Min. neue persönliche Rekorde, zum Sprung ganz nach vorne reichte es allerdings nicht. Routiniert spulten Nils Koch (2003) und Hanna Benenson ihr Wettkampfprogramm ab. Mit dreimal Gold und einmal Silber war Hanna Benenson die erfolgreichste Starterin im VfL-Team. Zweimal mit persönlicher Rekordzeit zu Gold ging es für Nils Koch über 200m Freistil (2:22,39) und 50m Schmetterling (0:34,03). Rundherum zufrieden die Heimreise antreten konnten auch Sophie Wagner, Nikolay Shchedrivy und Arik Wilka, die bei allen Starts neue persönliche Rekorde setzen konnten. Arik Wilke fischte völlig überraschend über 50m Schmetterling eine Silbermedaille aus dem Wasser. Hanna Schmidt-Dege ging nach einem Sturz gehandicapt an den Start. Obwohl sie über 200m Freistil mit Bestzeit anschlug, musste sie anschließend passen.